Immobilienpreise 2026: Bestandsimmobilien werden günstiger, Neubauhäuser immer teurer

Weiße Bäderarchitektur mit Balkonen und Blumenkästen auf Rügen

Die Preise für bestehende Häuser und Eigentumswohnungen sind im September 2026 leicht gesunken, während neue Ein- und Zweifamilienhäuser einen neuen Höchststand erreicht haben. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Europace-Hauspreisindex (EPX). Bestandsimmobilien sind gegenüber dem Vorjahr teilweise günstiger geworden, Neubauhäuser haben sich innerhalb von zwölf Monaten dagegen um knapp drei Prozent verteuert.

Für Kaufinteressenten können sich daraus neue Möglichkeiten ergeben. Wer seine Immobilie verkaufen möchte, fragt sich dagegen, welcher Preis unter den aktuellen Bedingungen realistisch ist. In diesem Beitrag ordnen wir die Zahlen ein – auch mit Blick auf Mecklenburg-Vorpommern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bestehende Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser sind im September 2026 bundesweit leicht günstiger geworden.
  • Neue Ein- und Zweifamilienhäuser kosten 2,92 Prozent mehr als vor einem Jahr und erreichen einen neuen Höchststand.
  • Gründe sind vor allem die Bauzinsen, der Modernisierungsbedarf älterer Gebäude und die hohen Baukosten.
  • Die Werte sind bundesweite Durchschnitte. Was eine einzelne Immobilie wert ist, hängt von Lage, Zustand und regionaler Nachfrage ab.

Immobilienpreise im September 2026: die aktuellen Zahlen

Der Europace-Hauspreisindex zeigt, dass sich die einzelnen Segmente unterschiedlich entwickeln:

Immobilienartzum Vormonatzum Vorjahr
Eigentumswohnungen−0,66 %−0,53 %
Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser−0,69 %−0,12 %
Neue Ein- und Zweifamilienhäuser–+2,92 %
Alle Wohnimmobilien−0,35 %+0,84 %

Quelle: Europace-Hauspreisindex (EPX), September 2026

Der Preisindex für neue Ein- und Zweifamilienhäuser erreichte mit 245,80 Punkten einen neuen Höchststand. Die Preise für Neubauten und Bestandsimmobilien entwickeln sich damit zunehmend auseinander.

Dabei handelt es sich um bundesweite Durchschnittswerte. Wie sich der Preis einer einzelnen Immobilie entwickelt, hängt weiterhin stark von ihrer Lage, ihrem Zustand und der Nachfrage vor Ort ab.

Warum werden Bestandsimmobilien günstiger?

Für die leicht rückläufigen Preise gibt es mehrere mögliche Gründe. Ein wesentlicher Faktor sind die weiterhin hohen Bauzinsen: Wer heute eine Immobilie finanziert, muss mit deutlich höheren Monatsraten rechnen als während der Niedrigzinsphase.

Hinzu kommt, dass viele ältere Gebäude energetisch modernisiert werden müssen. Eine alte Heizung, ungedämmte Bauteile oder sanierungsbedürftige Fenster können erhebliche zusätzliche Kosten bedeuten – und diese Kosten beziehen Kaufinteressenten zunehmend schon in ihre Entscheidung ein. Energetisch schwächere oder modernisierungsbedürftige Immobilien werden deshalb genauer geprüft und teilweise stärker im Preis verhandelt. Welche Rolle der Energieausweis dabei spielt, lesen Sie in unserem Beitrag zum Energieausweis 2027.

Nicht jede Bestandsimmobilie verliert jedoch automatisch an Wert. Gepflegte, modernisierte Häuser in gefragten Lagen können sich deutlich besser entwickeln als der bundesweite Durchschnitt.

Warum werden Neubauhäuser dagegen teurer?

Bei neuen Ein- und Zweifamilienhäusern lagen die Preise im September 2026 um 2,92 Prozent über dem Vorjahresniveau. Ein wesentlicher Grund sind die weiterhin hohen Baukosten: Materialpreise, Handwerkerleistungen und technische Anforderungen fließen in die Kalkulation jedes Neubaus ein.

Gleichzeitig entstehen vielerorts weniger neue Wohngebäude als benötigt werden. Neuer, energetisch moderner Wohnraum bleibt damit knapp. Für Kaufinteressenten heißt das: Ein Neubau bietet meist Vorteile bei Energieeffizienz und Modernisierungsbedarf, ist dafür aber in der Anschaffung teurer.

Bestandsimmobilie oder Neubau: Was lohnt sich mehr?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Bestandsimmobilien sind häufig günstiger im Kaufpreis und liegen nicht selten in gewachsenen Wohngebieten mit vorhandener Infrastruktur. Dafür können Kosten für Modernisierung und Instandhaltung hinzukommen.

Neubauten überzeugen meist mit moderner Gebäudetechnik, zeitgemäßen Grundrissen und hoher Energieeffizienz, kosten in der Anschaffung aber mehr.

Entscheidend ist deshalb nicht allein der Kaufpreis, sondern das Gesamtbild aus Anschaffung, Finanzierung, Modernisierung und laufenden Kosten. Gerade bei älteren Häusern ist es sinnvoll, notwendige Sanierungen früh fachlich einschätzen zu lassen.

Was bedeutet die Entwicklung für Eigentümer?

Auf den ersten Blick mögen die Zahlen ernüchternd wirken. Sinkende Durchschnittspreise bedeuten aber nicht, dass ein erfolgreicher Verkauf nicht mehr möglich ist. Sie zeigen vielmehr, dass ein realistischer Angebotspreis heute wichtiger ist als noch vor einigen Jahren.

Kaufinteressenten rechnen inzwischen deutlich genauer. Neben dem Kaufpreis spielen der energetische Zustand, anstehende Modernisierungen und die Finanzierbarkeit eine entscheidende Rolle. Ein zu hoch angesetzter Preis kann dazu führen, dass eine Immobilie lange am Markt bleibt. Eine fundierte Marktpreiseinschätzung hilft, den tatsächlichen Wert unter den aktuellen Bedingungen zu bestimmen.

Immobilienmarkt Mecklenburg-Vorpommern: regionale Unterschiede beachten

Auch in Mecklenburg-Vorpommern lassen sich die bundesweiten Zahlen nicht auf jede Stadt und Gemeinde übertragen. Die Märkte in Rostock, Neubrandenburg, Schwerin oder an der Mecklenburgischen Seenplatte unterscheiden sich teilweise erheblich.

In gefragten Stadtlagen und beliebten Wohngebieten kann weiterhin eine solide Nachfrage bestehen. In ländlichen Regionen zählen oft andere Dinge: die Infrastruktur, die Erreichbarkeit der nächsten größeren Stadt, die Grundstücksgröße und der bauliche Zustand. Wie sich die amtlichen Zahlen für die Hansestadt darstellen, haben wir auf unserer Seite zu den Immobilienpreisen in Rostock zusammengefasst.

Bundesweite Preisindizes sind deshalb eine wertvolle Orientierung, ersetzen aber keine individuelle Bewertung.

Warum die richtige Immobilienbewertung immer wichtiger wird

Wenn sich Preise so unterschiedlich entwickeln, sollte der Wert einer Immobilie nicht allein aus allgemeinen Durchschnittswerten abgeleitet werden. Eine professionelle Marktpreiseinschätzung berücksichtigt unter anderem:

  • die konkrete Lage und die Nachfrage vor Ort
  • Grundstücksgröße und Wohnfläche
  • Baujahr und baulichen Zustand
  • durchgeführte Modernisierungen
  • die energetischen Eigenschaften
  • aktuelle Vergleichsangebote und geeignete Marktdaten
  • die Finanzierbarkeit für mögliche Käufer

Erst aus dem Zusammenspiel dieser Punkte ergibt sich eine realistische Einschätzung des möglichen Verkaufspreises. Wie wir dabei vorgehen, erfahren Sie auf unserer Seite zur Wertermittlung Ihrer Immobilie.

Unsere Einschätzung

Die aktuellen Zahlen zeigen aus unserer Sicht vor allem eines: Der Immobilienmarkt ist differenzierter geworden. Neubauten werden wegen der hohen Baukosten weiter teurer, Bestandsimmobilien stehen stärker im Wettbewerb. Einen Wertverlust bedeutet das für Eigentümer aber nicht zwangsläufig. Entscheidend ist, wie eine Immobilie in ihrem regionalen Markt aufgestellt ist.

In unserer täglichen Arbeit erleben wir, dass Kaufinteressenten großen Wert auf transparente Informationen, vollständige Unterlagen und einen nachvollziehbaren Preis legen. Deshalb erstellen wir vor jeder Vermarktung eine fundierte Marktpreiseinschätzung, sehen uns die Besonderheiten der Immobilie genau an und entwickeln daraus eine passende Vermarktungsstrategie – je nach Objekt mit professionellen Fotos, Drohnenaufnahmen, virtuellen 360°-Rundgängen und einer gezielten Präsentation auf Immobilienportalen und weiteren Kanälen.

Wir unterstützen Sie bei der Beschaffung der nötigen Unterlagen – einen Überblick gibt unsere Checkliste zum Hausverkauf – und begleiten den Verkauf bis zum Notartermin und zur Übergabe.

Dabei versprechen wir keine Wunschpreise. Unser Anspruch ist, einen realistischen Marktwert nachvollziehbar zu ermitteln und Ihre Immobilie bestmöglich zu präsentieren. Gerade in einem anspruchsvolleren Marktumfeld zahlen sich regionale Marktkenntnis, fachliche Qualifikation und eine sorgfältige Vermarktung aus.

Fazit: Chancen für Käufer, eine realistische Bewertung für Verkäufer

Die Zahlen des Europace-Hauspreisindex zeigen eine klare Richtung: Bestandsimmobilien sind im September 2026 etwas günstiger geworden, neue Ein- und Zweifamilienhäuser werden weiter teurer.

Für Käufer kann das neue Möglichkeiten eröffnen, vor allem wenn eine Bestandsimmobilie bei Kaufpreis und Modernisierungskosten wirtschaftlich passt. Für Verkäufer entscheidet die richtige Preisstrategie zunehmend über den Erfolg der Vermarktung. Maßgeblich ist dabei nicht der bundesweite Durchschnitt, sondern der Markt vor Ort.

Häufig gestellte Fragen zu den Immobilienpreisen 2026

Werden Immobilien 2026 wieder günstiger?

Teilweise. Im September 2026 sind die Preise für bestehende Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser laut Europace-Hauspreisindex leicht gesunken. Neubauhäuser haben sich im Jahresvergleich dagegen verteuert.

Hohe Finanzierungskosten und mögliche energetische Sanierungen belasten das Budget vieler Käufer. Modernisierungsbedürftige Immobilien werden deshalb genauer geprüft und häufiger im Preis verhandelt.

Im September 2026 lagen die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser 2,92 Prozent über dem Vorjahresniveau. Hohe Baukosten und ein begrenztes Neubauangebot können die Preise weiterhin stützen.

Das hängt von der Immobilie und Ihrer Finanzierung ab. Entscheidend sind ein marktgerechter Kaufpreis, der bauliche Zustand, mögliche Modernisierungskosten und die langfristige finanzielle Belastung.

Ein Verkauf kann weiterhin sinnvoll sein. Die bundesweite Preisentwicklung sagt wenig über den Wert Ihrer einzelnen Immobilie aus. Eine regionale Marktpreiseinschätzung gibt hier Orientierung.

Eine professionelle Marktpreiseinschätzung berücksichtigt Lage, Zustand, Ausstattung, Modernisierungen und aktuelle Marktdaten. Das Immobilienhaus Wagner unterstützt Sie dabei, den möglichen Verkaufspreis realistisch einzuschätzen – in Neubrandenburg, Rostock und ganz Mecklenburg-Vorpommern.

Sie möchten wissen, welchen Marktwert Ihre Immobilie aktuell hat? Wir erstellen Ihnen eine individuelle Marktpreiseinschätzung für Ihre Immobilie in Mecklenburg-Vorpommern.

Rufen Sie uns an! 015203589946